11 Jul

«Sehr zufrieden mit Rang 2!»

Am 1. Juli 2011 startete ich zum 3. Mal beim Radmarathon in Wiedlisbach. Die Erholungsphase vom letzten Rennen, welches knapp vor 4 Wochen stattgefunden hat, war ziemlich kurz. Erst 5 Tage vor dem Radmarathon in Wiedlisbach konnte ich die erste Trainingseinheit ohne Schmerzen absolvieren.

Mit grosser Motivation fuhr ich am Freitagmorgen mit meinem Team frühzeitig an den Start in Wiedlisbach, damit wir genügend Zeit hatten, um uns für das Rennen vorzubereiten. Ich selber musste nichts vorbereiten und konnte mich so mit meinen Mitbewerben vor dem Start unterhalten. Es ist immer wieder schön bekannte Gesichter wie Christian Burtscher aus Österreich oder Beny Furrer aus dem Wallis mit Ihrem ganzen Teams anzutreffen und über Gott und die Welt zu diskutieren.

Nach dem Briefing startete die Nummer 1 pünktlich um 11:30Uhr. Mit der Startnummer 9 durfte ich mich um 11:39Uhr auf die Strecke begeben. Das Wetter war optimal. Die Sonne schien und die Temperatur war nicht zu heiss. Vom ersten Augenblick an fuhr ich ein sehr hohes Tempo. Im Gegensatz zu der Weltmeisterschaft, ernährte ich mich diesmal von Anfang an mit fester Nahrung. Ich hatte eine grosse Auswahl an Essen mitgenommen!

Die ersten 15 Kilometer gingen immer leicht aufwärts. Danach war schon der erste Anstieg auf den Kilchzimmersattel angesagt. Dabei konnte ich die ersten Fahrer vor mir überholen. Beim zweiten Anstieg auf den Asphof bei Kilometer 45 hatte ich alle 8 Teilnehmer die vor mir gestartet sind eingeholt. Jetzt lag ich an erster Stelle und fuhr Richtung Koblenz zum ersten Checkpoint. Dabei wechselte ich bei Kilometer 65 vom Rennrad auf das Zeitfahrrad, um so die letzten 30 Kilometer noch schneller abzufahren zu können. Um 14:21Uhr kam ich in Koblenz an.

Kurz angemeldet bei dem Checkpoint, fuhr ich ohne grosse Pause weiter Richtung Ewattingen. Die ersten 10 Kilometer waren noch flach. Aus diesem Grund wechselte ich erst danach wieder vom Zeitfahrrad auf das Rennrad. Von Kilometer 10 an war nur ein Berganstieg zu bewältigen. Der Weg auf die Spitze war 30 Kilometer lang. Es war eine sehr angenehme Steigung die ich mit einem 28km/h Schnitt bewältigen konnte. Nach der kurzen Abfahrt war ich bereits um 16:10Uhr beim 2. Checkpoint in Ewattingen.

Auch dort machte ich keine Pause da es mir sehr gut ging und ich keine Zeit verlieren wollte. Der 3. Abschnitt war ein ziemlich abwechslungsreicher Abschnitt. Es ging immer hoch und runter. Das Wetter verschlechterte sich langsam. Wir fuhren dem Regen entgegen. Ab und zu erwischten mich ein paar Regentropfen. Aber diese störten mich nicht gross, da ich vom letzten Rennen ein anderer Regen gewohnt war. Mein Wohlbefinden war immer noch sehr gut. Ich konnte regelmässig Essen und Trinken. Aus diesem Grund konnte ich das hohe Tempo weiterhin beibehalten.

Um 17:54 Uhr erreichte ich den Checkpoint in Ramsen wo ich erneut das Fahrrad wechselte. Ich setzte mich auf meine Zeitmaschine und fuhr die nächsten 2 Etappen über Frasnacht nach Sargans. Die Strecke war ziemlich flach und lief am Bodensee entlang. Trotz dem Seitenwind erreichte ich eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 39km/h. Weil ich so gut unterwegs war, wollte ich auch nie eine Pause machen um das Licht zu montieren. Um 21:15 Uhr war es bereits so dunkel, dass ich während der Fahrt provisorisch das Licht montierte. Zum Glück! 2 Minuten später kam mir die Polizei entgegen. Hätte ich da kein Licht gehabt, wäre bestimmt eine Zwangspause angesagt gewesen!

Um 22:14Uhr kam ich in Sargans an. Dies war ziemlich die Mitte der Rennstrecke. Während dem mein Team das normale Rennrad mit Licht ausstattete, zog ich mich kurz um und nahm ein paar warme Spagetti’s, die es dort im Angebot hatte, zu mir. Nach knapp 10 Minuten fuhr ich bereits weiter Richtung Pfäffikon. Auf diesem Abschnitt fingen die Knieschmerzen an. Damit war auch zu rechnen, da ich bereits über 12 Stunden auf dem Fahrrad sass. Durch die Knieschmerzen reduzierte sich automatisch auch mein Tempo. Dennoch war ich gemäss meiner Zeitplanung auf Zielkurs. Dieser Abschnitt führte dem Walensee entlang über den Kerenzerberg Richtung Zürichsee nach Pfäffikon. In Pfäffikon wartete der zweite Teil meines Teams. Um 00:44Uhr kam ich in Pfäffikon an. Während dem das Team sich auswechselte, liess ich kurz meine Knie mit wärmender Salbe einstreichen, damit sich die Schmerzen reduzierten. Auch hier wurde keine längere Pause absolviert. So fuhren wir nach knapp 5 Minuten weiter Richtung Emmen. Das erste Team fuhr dann nach Wiedlisbach zurück, um sich dort in den wohlverdienten Schlaf einzubetten.

Mit dem neuen Begleiterteam fuhr ich über den Schindellegi und Menzinger Berg. Danach ging es um den halben Zugersee entlang. Dort überholte mich die Nummer 33 Mario Kugler. Dies überraschte mich sehr, da ich bis zu diesem Zeitpunkt dachte, dass ich immer noch Erster wäre. Ich hatte keine Chance im auf den Fersen zu bleiben. Er fuhr ein zu schnelles Tempo für mich. Ich blieb ganz ruhig und fuhr mein Tempo weiter.

Um 03:47Uhr erreichte ich den Checkpoint in Emmen. Dort traf ich kurz meinen Nachbar Kurt Herren der die 600 Kilometer Strecke absolvierte. Ich war ganz überrascht in dort anzutreffen. Ich hätte nie geglaubt, ihn während dem Rennen einholen zu können. Schliesslich fuhr er am Morgen um 8Uhr schon los. Während der kurzen Pause wurde mir die Knie ernteut eingerieben und so hatte ich genug Zeit kurz 2 Schoggi Tam Tams zu vernichten.

Die nächsten 50 Kilometer Richtung Affoltern waren immer mit einer leichten Steigung zu absolvieren. Die Strecke führte am Sempachersee entlang Richtung Emmental. Auch diesen Abschnitt konnte ich sehr gut bewältigen. Als langsam um 04:30Uhr der Tag aufbrachte, hatte ich leichte Müdigkeitserscheinungen. Ich hatte ganz kurz mit dem Sekundenschlaf zu kämpfen. Aus diesem Grund nahm ich ein wenig Koffein zu mir umso wieder wach zu werden. Da ich 2 Wochen vor dem Rennen keinen Koffein zu mir nahm, reagierte mein Körper sofort und ich war wieder hell wach. Mit 30 Minuten Verspätung auf meine Zeitangabe kam ich in Affoltern bei der Schaukäserei an. Um nochmals so richtig Gas zu geben, wechselte ich wieder das Fahrrad. Ich fuhr nur in einer Stunde nach Ittigen. Während diesem Abschnitt organisierte mir mein Begleiterteam ein Schoggiweggli zum Frühstück. Der Tag war angebrochen und ich konnte um 07:08Uhr von Ittigen nach Wiedlisbach fahren. In Wiedlisbach empfing mich das noch nicht ausgeschlafene 1. Betreuerteam und wünschte mir für die letzte Runde über 110 Kilometer nochmals alles Gute.

Da es von Wiedlisbach nach Affoltern wieder nur bergauf ging, wechselte ich erneut von der Zeitmaschine auf das Rennrad und fuhr mit hohem Tempo in die letzte Zusatzrunde. Ausser meinen Knieschmerzen ging es mir sehr gut. Weilich während dem ganzen Rennen immer Essen konnte, hatte ich immer noch genügend Kraft um das Tempo hoch zu halten. Ich war richtig motiviert und gab auf den letzter Runde nochmals alles her.

Um 09:47Uhr kam ich zum zweiten Mal in Affoltern an. Wie beim ersten Mal wechselte ich wieder das Fahrrad und fuhr wie der Blitz Richtung Ittigen auf Wiedlisbach zu. Ich konnte es selber kaum fassen, mit was für eine Geschwindigkeit ich die letzten 60 Kilometer noch absolvieren konnte. Um 11:57Uhr erreichte ich nach 720 Kilometer und fast 7’000 Höhenmeter das Ziel. Die Veranstalter kamen mit dem Mikrofon direkt zu mir und informierten mich darüber, dass die Nummer 33 Mario Kugler noch nicht im Ziel sei. Somit sei ich im Moment auf dem 1. Rang. Dies verstand ich nicht, da ich Ihn nirgends überholt hatte. Jetzt mussten wir abwarten, ob dieser innerhalb 24 Minuten ins Ziel kommt, da er 24 Minuten nach mir startete.

Lange mussten wir nicht warten, da erschien er auch schon. Mit 17 Minuten Vorspruch erreichte er den 1. Rang und ich war mit einer Endzeit von 24 Stunden und 18 Minuten auf dem 2. Rang. Dies störte mich nicht gross, da ich mit meiner Leistung sehr zufrieden sein kann. Ich habe von Anfang an bis ins Ziel alles gegeben, was ich konnte. Somit erreichte ich eine reine Fahrtzeit von 22Stunden und 47 Minuten. Die Restlichen 1.31 Stunden benötigte ich an den Checkpoints und an den roten Ampeln, die ich nicht befahren durfte. Dies ergab eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 31.55km/h. Nach einer kurzen Dusche genoss ich die Zeit mit meinem Betreuerteam und all den anderen Leuten, die extra wegen mir nach Wiedlisbach gefahren sind.

Den 2. Rang konnte ich nur erreichen, durch ein super Betreuerteam, das mich perfekt Navigierte und mich bestens betreute. Ein grosses Dankeschön an das ganze Team. Auch ein grosser Dank geht an die Leute, die extra nach Wiedlisbach angereist sind, um meine Zielankunft zu sehen.

Zuletzt möchte ich mich auch wieder bei Allen bedanken, die das Rennen auf dem Internet verfolgt haben und mir auch Grüsse gesendet haben. Auch in diesem Rennen wurden mir die Grüsse regelmässig vorgelesen. Der letzte Dank geht an die Organisatoren vom Radmarthon Wiedlisbach. Leider wurde der Radmarathon zum letzten Mal ausgetragen. Es war immer ein sehr schönes und gut organisiertes Rennen. Somit sage ich Tschüss…..

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