19 Jul

Erste ernste Standortbestimmung nach Verletzung

Nach dem Sieg in Zürich vor einer Woche ging es am vergangenen Wochenende gleich weiter mit einem Wettkampf auf höchstem Niveau: dem WM-Serie Rennen in Hamburg. Dies war eine erste ernsthafte Standortbestimmung für mich, wo ich im Vergleich mit den weltbesten Athletinnen nach dem Ermüdungsbruch stehe.

Um 15:26 Uhr sprangen wir endlich ins Wasser. Ich war auf den ersten paar 100 Metern etwas langsam, doch dann holte ich kontinuierlich auf, schwamm auf der Innenbahn eine gute Linie und befand mich nach der ersten Schwimmrunde in der Top 10, ein super Resultat für mich! Auch auf der zweiten Runde konnte ich meine Position halten und kam als 8. aus dem Wasser.

Meine Investition ins Schwimmen in den letzten Monaten hat sich also definitiv gelohnt, und ich bin glücklich, dass ich meine Fortschritte aus dem Training auch im Wettkampf umsetzen konnte! Auf dem Rad schloss sich nach einer Runde eine Spitzengruppe aus ca. 35 Athleten zusammen. Ich hatte keine Probleme, in der Gruppe mitzufahren und versuchte sogar, ein- oder zweimal auszureissen, was jedoch nicht gelang.

Mir war schon vor dem Rennen bewusst gewesen, dass ich mit den wenigen Laufkilometern, die ich im Training erst absolviert hatte, noch nicht mit den besten Athletinnen würde mitlaufen können. So liess ich die Spitzengruppe aus 10 Athletinnen schon bald nach dem Wechsel ziehen und lief dahinter in einer Dreiergruppe mit. Auf der ersten Hälfte der Laufstrecke fühlte ich mich eigentlich ziemlich gut, doch dann machten sich die fehlenden Trainingskilometer bemerkbar. Auf den letzten 3 km kämpfte ich mehr mit Krämpfen in den Oberschenkeln und Seitenstechen als mit meinen Gegnerinnen. Schlussendlich kam ich als 12. mit 1:30 Minuten Rückstand auf die Besten ins Ziel. Für mich zum jetzigen Zeitpunkt und im ersten grossen Rennen eine sehr positive Leistung! Und vor allem: Das Bein scheint der Belastung standgehalten zu haben.

Ich bin sehr glücklich über diesen Wiedereinstieg in die WM-Serie. Einen Bericht darüber gibt es im Sportpanorama von SF.

Nun heisst es, Schritt für Schritt weiter aufzubauen und das Lauftraining langsam zu steigern. Das nächste grosse Rennen wird das WM-Serie Rennen in London auf der Originalstrecke der Olympischen Spiele 2012 sein.

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