22 Apr

Ernährung auf Hochtouren: Fett statt Kohlenhydrate

Die bei Ausdauersportlern beliebte vorabendliche Pastaparty ist für Hochtourengänger und auf Expeditionen nur bedingt tauglich. In Höhen von über 4000 Metern sind fettreiche Nahrungsmittel sinnvoller. Dies haben Schweizer Höhenmediziner am Weltkongress für Höhenmedizin publik gemacht.

Die beiden Forscher Jacqueline Pichler und Urs Hefti haben zum Thema Fettverbrauch folgende Entdeckungen gemacht: Je höher die Testpersonen aufgestiegen sind, desto mehr Fett wurde von ihren Körpern verbrannt. Der Verbrauch an Kohlehydraten dagegen blieb gleich. Dies überraschte das Forschungsduo nicht zuletzt, weil die Energiegewinnung über Fettreserven mehr Sauerstoff benötigt als die Verarbeitung von Kohlehydraten. Genau dieser Sauerstoff wird aber beim Aufstieg zunehmend knapp. «Der Körper zapft also trotz Sauerstoffmangel nicht die am einfachsten verfügbaren Energiereserven an, sondern greift im Höhenstress bereits ab 4000 Metern auf die Fettreserven zurück», bilanziert Jacqueline Pichler. Wieso der Organismus in dieser Extremsituation Fett als Energielieferant bevorzugt und so paradoxerweise Sauerstoff verschwendet, wissen die Forschenden nicht. Sie vermuten aber, dass der Körper aufgrund seines Ausnahmezustandes eine «normale» Energieaufnahme als nicht mehr möglich erachtet und im Sauerstoffstress «auf Überleben» und die Verbrennung von Fettreserven schaltet. Quelle: Tommy Dätwyler, in: Die Alpen März 2011, S. 30-33.

Interview Roger Schäli

Unsere Fragen nun an Roger Schäli, Schweizer Profialpinist und Weltrekordhalter in der Speedbesteigung der Eigernordwand im Zweierteam:

Hast Du das bei Dir selber auch schon beobachten können, Roger, dass Du in grosser Höhe Lust auf deftige Speisen hattest? Magst Du Dich an Situationen erinnern, an denen Dich der Heisshunger nach Fetthaltigem übermannt hat?

Nein, am Berg oder auf langen anstrengenden Touren habe ich nie einen Heisshunger.

Wenn man in der Höhe seine Energiespeicher mit Fett füllt, läuft man da nicht Gefahr, dass einem schlecht wird, weil die Speisen so schwer verdaulich sind?

Ich persönlich kann ziemlich alles essen. Sei es fetthaltig und oder kohlenhydrat haltig. Wichtig finde ich , dass ich nicht einen völlig überfüllten Magen habe.

Ist es Dir in Deiner Karriere als Profialpinist schon mal passiert, dass Du ein Vorhaben hast abbrechen müssen, weil Du Dich falsch ernährt hast?

Nein, ich bin in der glücklichen Lage, dass mein Magen sehr unempfindlich ist und ich bis jetzt auch noch nie in eine richtige Unterzuckerung gefallen bin.

Welches sind Deine «Erfolgsrezepte» vor wichtigen Besteigungen? Gibt es gewisse Lebensmittel, die auf keinen Fall fehlen dürfen?

Nein, eigentlich nichts spezielles. Klar die Flüssigkeit.

Gibt es gewisse ernährungstechnische Grundregeln, die im Alpinsport gelten? Wenn ja, welche sind das?

Ich bervorzugen am Berg Lebensmittel, die mir Spass machen zu essen wie Käse oder Trockenfleisch. Wichtig ist dabei, dass die Sachen nicht gefrieren.

Welche Lebensmittel und Sportnahrungsprodukte müssten für Dich und Deine Sportart noch erfunden werden?

Ich finde die Oat Pack super, cool wäre daran, wenn sie noch etwas weniger schnell gefrieren würden. Und vielleicht ein ähnlicher Käse-Pack Riegel?

Mal abgesehen vom Sport oder sportlicher Höchstleistung: Was isst und trinkst Du für Dein Leben gerne?

Käse und Spaghetti!

Einen Kommentar schreiben

Krämpfe ade!

Muscle-Relax-Sponser Das innovative Produkt Muscle Relax von Sponser hemmt und reduziert unkontrollierte Muskelkontraktionen und kann akut oder präventiv eingenommen werden.

Gesunder Snack



Whey Protein Chips sind ideal für gesundheitsbewusste Chips-Liebhaber: 48% Protein, low carb und fettarm. Im Vergleich zu handelsüblichen Chips enthalten die Whey Protein Chips 8 x mehr Eiweiss, rund 35% weniger Fett und 65% weniger Kohlenhydrate.

Facebook

Power Gums Cola

Die beliebten Power Gums gibt es nicht nur im bekannten Fruchtmix-Geschmack, sondern neu auch in einer koffeinfreien Variante mit Cola.