24 Jan

«Als Proband einer Trainingsstudie auf der Rolle»

Viele Ausdauersportler sind vor allem im Sommerhalbjahr aktiv und scheinen den Winter eher zu meiden. Grund genug, um einmal nachzufragen: Wie verbringen erfolgreiche Athleten die kalten Monate? Im Süden oder Indoor? Mit heisser Suppe oder Long Energy? Heute: Storm-Biker Steffen Öhmichen.

Schnee, Kälte, wenig Sonne: Wie hast Du es mit dem Winter? Magst Du die kalte Jahreszeit?

Also Kälte, Schnee oder Regen mag ich absolut nicht! Besonders eisige trockene Kälte (mit Temperaturen unter -10°C), die bis ins Mark klettert, hält mich gern davon ab, einen Fuß vor die Tür zu setzen. Ich bin eher der Herbst und Frühlingsträumer. Nicht zu warm und nicht zu kalt: optimal!

Setzt Du Deine Trainings in der Kälte fort? Oder flüchtest Du ins Trainingslager in die Wärme? Wenn ja: Wohin?

Das Training in der Kälte hängt ganz von den wetterbedingten Gegebenheiten ab. Eine längere Laufrunde steht schon mit im Plan. Das Wetter bestimmt das Training. Ist es mir zu kalt, zu nass oder eventuell eisig, bleibe ich lieber daheim und trainiere auf der Rolle. Aber es gibt im Wintertraining nichts Schöneres, als sich bei klarem Wetter das hochrot eingefrorene Gesicht von der Sonne auftauen zu lassen. Diese Momente sind ein wahrer Genuss. Trainingslager?! Klar gerne! Nur: Als Student fehlen mir hierfür leider die finanziellen Möglichkeiten.

Kommen für Dich im Winter alternative Sportarten (Langlauf, Snow Running, Biken mit Spikes o.ä.) zum Einsatz?

Im Winter gehe ich gerne laufen, um meine Grundlage aufrecht zu halten. Je nach Motivation und Zeit können es schon mal gute zwei Stunde sein. Doch Obacht, zu langes Training in der Kälte ist wenig sinnvoll für mich, da hier mehr zerstört wird als es Nutzen bringt. Angefangen bei dem eigenen Immunsystem bis hin zu den Alveolen der Lunge. Als Ergänzung kommt ein Krafttraining hinzu. Durch das Studium als Sportwissenschaftler im Bereich des Präventions-, Rehabilitations- und Fitnesssport habe ich genügend Alternativen, um zusätzlich zu trainieren. Badminton, sensomotorisches Training, Schwimmen, Nordic Walking usw. sind Bestandteile meines Studiums und derzeitigen Stundenplans – zum Glück!

Oder trainierst Du vermehrt indoor (auf dem Laufband, Ergometer oder Cross Trainer)?

Wenn das Wetter nicht so will wie ich, dann geht nichts über die gute alte Rolle. Bei mir läuft das wie folgt ab. Ein schöner langer Film (viel Action und wechselnde Szenen)- aber Ton aus, ausgewählte Musik in den Hintergrund – schön laut aufdrehen – sortiert nach Intervallen und Kraft. Und ganz wichtig, einen Spiegel frontal aufgestellt, somit ist man nicht ganz alleine und es motiviert ungemein.

Wie unterscheiden sich Deine Trainingsumfänge im Sommer von jenen im Winter?

Das ist echt schwer zu sagen. Ich hänge alles immer von meinem Stundenplan und der Arbeit ab. Im Sommer ist es länger hell und warm. Somit kann ich längere Einheiten trainieren, aber die Belastungsstärke finde ich dabei nicht so hoch, wie bei einem Training auf der Rolle. Da man hier mehr oder weniger gezwungen ist durchgängig (pausenlos) gegen einen Wiederstand zu treten. Im Sommer lässt sich auch viel besser die Technik trainieren. Derzeit bin ich auch Proband bei einer Trainingsstudie über das Verhalten der aeroben Kapazität gemessen an den physiologischen Parametern Laktat und VO2. Für mich bedeutet das ein optimal kontrolliertes Training von insgesamt 18 Trainingseinheiten. Genauer gesagt trainiere ich drei Mal pro Woche eine Stunde aerob auf dem Ergometer (auf mich genau angepasst) mit vorgegebener Wattzahl und Frequenz, dabei wird mir alle 10 Minuten Laktat zur Kontrolle abgenommen. Zuvor fahre ich noch einen Stufentest mit drei Stufen und Laktatentnahme. Die Belastungsintensität (Watt) orientiert sich dabei an dem Schwellenkonzept nach Marder. Kontrolliert wird alles immer nach sechs Trainingseinheiten mit einem Laktat-Max-Test und einen VO2max-Stufentest. Bereits nach zwei Wochen wurde ein Zuwachs der VO2max ermittelt, sowie Gewichtsabnahme und Kraftanstieg (Watt).

Wendest Du andere Ernährungskonzepte an im Winter als im Sommer?

Allgemein betrachtet behalte ich meine Ernährung bei. Für mich sind die naturgegebenen Mittel die beste Wahl: Der gute alte Apfel – «eat an apple a day, that keeps the doctor away». Die verpönte Schweineleber – reich an Eisen, Vitaminen, Mineralien. Oder der sehr gesunde Grünkohl. Jedoch ist der Mensch so individuell in seinem Stoffwechsel, dass er sein eigenes Ernährungskonzept benötigt oder findet. Meines setzt sich wie folgt zusammen: relativ fettarm mit Obst, Salat, Hünschenbrust. Aber sündigen darf und sollte man schon. Besonders in der Weihnachtszeit, sonst verpasst der ein oder andere was. Natürlich erfolgt bei mir kein Carboloading, wie es vor Wettkämpfen üblich ist. Einzige Ausnahmen sind mehr Eiweiße zur Muskelerhaltung, weniger Kohlenhydrate und natürlich Glühwein für die Wärme! Zusätzlich nehme ich noch vermehrt L-Carnitin als Ergänzungssuplement zur Fettverbrennung. Aber Achtung: L-Carnitin wirkt nur auf den Stoffwechsel, wenn man auch trainiert.

Welche Ernährungs-Tricks kommen bei Dir beim Training in der Kälte zum Einsatz? Hast Du irgendwelche Tipps?

L-Carnitin, Magnesium, Calcium plus zugehörige Vitaminkomplexe, um die Fettverbrenung anzusteuern. Natürlich vermehrt fettarmes Eiweiß (Hänchbrust, Harzer Käse, Milch) – Eiweiß macht satt. Und so gut es geht, weg von den Süßigkeiten (fällt nicht immer leicht). Viel Obst und Gemüse um Vitamine zu tanken.

Gibt es spezielle Winterprodukte, welche in der Sporternährung Deiner Ansicht nach noch fehlen?

Irgendwas mit Apfel-Zimt oder Lebkuchen-Geschmack. Ein Eiweiß-Shake in dieser Geschmacksrichtung – ich bin da ein kleiner Süßer. Sponser-Weihnachtsmänner wären eine willkommene Abwechslung. Ich hab irgendwo mal von einer kalorienarmen Schokolade mit 100kcal/100g gelesen…

Foto Nr. 2: Matthias Balzer / www.pixelio.de

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