28 Jan

So trainieren die Fussball-Profis von Dynamo Dresden

Wer sich für Fussball interessiert, hat sich bestimmt schon gefragt, wie das Trainingslager einer Profi-Mannschaft ausschaut. Die SG Dynamo Dresden lüftet das Geheimnis – und lässt in einem tollen Bericht das Trainingslager in der Türkei Revue passieren.

Die SG Dynamo Dresden aus dem Trainingslager 2011 in Side / Türkei: «Nachdem wir schon am Freitagabend am Dresdener Flughafen einchecken konnten, haben wir ohne Zeitdruck den Flug nach Antalya antreten können. Bei blauem Himmel und 16 Grad wurden wir von unserem Reisemanager Ounar aufs Herzlichste empfangen. Schnell umsteigen in den Bus und nochmal 50min bis zum Hotel nach Manavgat. Aber auch das überstanden wir schadlos. Nach dem Einchecken im Selge Beach Resort rief der Trainer schon zur lockeren Laufeinheit am Strand. Abendessen und eine größere Mannschaftssitzung standen noch auf dem Plan bevor 22:00 Uhr die Nachtruhe eingeläutet wurde.

Noch vor dem Frühstück gings es am nächsten Tag mit einem «Guten-Morgen-Lauf» los. 7:30 Uhr war Start. 15min lockeres Laufen und 10min Dehnung standen auf dem Plan. Nachdem wir das Herz-KreislaufSystem in Schwung gebracht hatten, trafen wir uns alle gemeinsam zum Frühstück. 10:30 Uhr starteten wir mit der ersten Balleinheit in diesem Trainingslager. In den 90min trainierten wir verschiedene Passtechniken. Auch Torschuss und kleinere Zweikampfformen wurden absolviert. Mit einem kleinen Wettbewerb beendeten wir das Training. Bis auf Oliver Merkel konnten alle Spieler das Training mitmachen. Für Oli wurde ein spezielles Rehaprogramm mit unserer Physiotherapeutin Mirelle ausgearbeitet.

Nach dem Mittagessen konnten die Jungs erstmals das Hotel erkunden bevor wir 15:30 Uhr zur zweiten Einheit des Tages kamen. 4 gegen 4 gegen 4 mit 4 Außenspielern war dabei der Schwerpunkt. Hier ging es richtig zur Sache. Die Jungs waren heiß und das hat man auch gesehen. Nach der hohen Belastung rief die Physiotherapeutin alle Spieler zum «Ausschwimmen» in den hoteleigenen Pool. Danach waren Massagen und sonstige Behandlungen angesagt. Bis zur Nachtruhe wurden noch diverse Turniere an der Tischtennisplatte ausgetragen.

Das allmorgendliche Läufchen wurde auch zweiten Tag absolviert. Um 7:30 Uhr gings los. Danach Frühstück. 9:45 Uhr Training für alle. Thomas Köhler lies verschiedene Standardsituationen einstudieren. Auch im taktischen Bereich wurde gearbeitet. Oliver Merkel und der angeschlagene Stefan Süß trainierten mit Mirelle. 12:00 Uhr Mittagessen und danach Mittagsruhe bevor 13:30 Uhr eine Mannschaftssitzung mit Spielvorbereitung einberufen wurde. 15:00 Uhr Anstoß gegen den 6. der mecklenburgischen Verbandsliga MSV Pampow. Mit viel Mühe gewannen die Schwarz-Gelben mit 2:1. Die Tore für Dynamo schossen Ronny Kreher (38.) und Martin Scholze (85.). Dynamo Keeper Axel Mittag hielt in der 83. Minute einen von Tim Krömer verursachten Elfmeter. Mit der Leistung der Mannschaft konnten die Trainer jedoch nicht zufrieden sein. Direkt nach dem Spiel war Regeneration angesagt. Pool, Sauna und Massagen waren unumgänglich. Bis auf Oliver Merkel und Stefan Süß kamen bei diesem Test alle Spieler zum Einsatz.

Nach dem Spiel am Vortag wurden die Strapazen am frühen Morgen des dritten Tages «ausgelaufen». 7:30 Uhr Frühlauf mit kleiner Dehnung. 10:30 Uhr gab es ein Yogy-Programm mit Mirelle. Bei 20 Grad und strahlend blauem Himmel wurde diese Einheit zu einem besonderen Erlebnis. Nach 60min war dann Schluß, nur Martin Scholze musste mit Co-und Fitnesstrainer Björn Krügel an den Strand zum Intervalltraining. Das Theater in der Hotelanlage bot zusätzlich die Möglichkeiten zu «Treppenläufen». Durch Verletzung konnte Martin die erste Woche der Vorbereitung in Dresden nicht mit absolvieren. Der Trainingsrückstand soll damit nach und nach verringert werden. Am Nachmittag ging es wieder an die Bälle. Die taktischen Defizite aus dem Test am Vortag wurden angesprochen und trainiert. In den 90min standen taktische Spielformen im Vordergrund. Ebenso wurden Torabschlüsse trainiert. Positiv: Bis auf Oliver Merkel konnten alle Spieler am Training teilnehmen. Auch Oli wurden gute Fortschritte diagnostiziert.

Am Abend wartete auf die Jungs eine etwas andere Quizrunde. Das Thema «Ernährung» stand dabei im Mittelpunkt. 10 Fragen warteten zu diesem wichtigen Thema auf die Akteure. Die jeweils 3 «Klassenbesten» und «Klassenschlechtesten» bekamen eine Belohnung bzw. eine kleine Aufgabe. Witzige Angelegenheit.

Der Ablauf am vierten Tage wurde ein wenig durcheinander geworfen. Frühsport fand nicht statt, da wir schon 11:00 Uhr unseren Tagesausflug mit einem gemieteten Boot beginnen wollten. So musste die Trainingseinheit auf 9:00 Uhr vorverlegt werden. Sonnenschein pur und optimale äußere Bedingungen herrschten vor. Nach einer Klatschgymnastik zur Erwärmung, wurde ein «scharfes» 3 gegen 3 gegen 3 absolviert. Dabei ging es schon ordentlich zur Sache. Höhepunkt des Trainings war die abschließende Spielform. Ein Turnier mit 3 Mannschaften auf engem Raum wurde durchgeführt. Verlieremannschaft musste danach wieder eine kleine Aufgabe absolvieren. Leicht angeschlagen, konnte Daniel Mazar nicht mittrainieren. Er und Oliver Merkel schufteten bei Mirelle.

Der Bus für unseren Ausflug wartete schon Duschen und ab, so lautete die Anweisung nach dem Training. Um die Köpfe ein wenig frei zu bekommen, beschlossen wir, einen Ausflug zu unternehmen. Wir entschieden uns für eine gemeinsame Bootsfahrt mit anschließendem Besuch in der antiken Altstadt von Side. Wir sollten es nicht bereuen. Ein eigens für uns bereitgestelltes Holzschiff schipperte uns bis ans offene Meer. Essen und Trinken konnten wir auf dem «Kahn». War super, das Wetter spielte natürlich mit und einige holten sich einen Sonnenbrand. Danach ging es nach Side, wo wir auf dem Basar in der antiken Altstadt ein wenig «shoppen» konnten. Es war ein rundum gelungener Ausflug.

Pünktlich 18:30 Uhr zum Abendessen waren wir wieder im Hotel. Hat allen Spaß gemacht. Der fünfte und vorletzte Tag des Trainingslagers sollte mit dem Testspiel gegen den russischen Zweitligisten FC Sotsch i04 der Höhepunkt dieser Woche werden. Am Ende war es jedoch tragisch. Aber der Reihe nach.

Um 7:30 Uhr gings wieder los mit Frühsport. Um in den Spielrhytmus zu kommen, haben wir für die «Früheinheit» die Anfangszeit verändert. 10:00 Uhr ging es schon los. In der lockeren Einheit ging es vorwiegend um das Training von Standardsituationen. Ecken, Freistöße und Elfmeter waren auf der Tagesordnung. Nach gut einer Stunde war dann Schluss. 12:00 Uhr Mittagessen und 13:15 Uhr wartete schon der Bus auf uns. Gut 45min dauerte die Fahrt nach Belek. Nach langem Suchen fanden wir dann den Platz. Dort wartete dann ein «alter» Bekannter auf die Schwarz-Gelben. Ex Dynamo Keeper Stanislaw Tschertschessow heuerte zu Beginn der Saison beim russischen Zweitligisten an. Demzufolge war die Freude bei beiden ehemaligen Dynamo Torhütern, Thomas Köhler und «Stani», über das Wiedersehen groß. Später können wir nun sagen, dieses Spiel war ein Match der Torhüter. Die Vorzeichen für dieses Spiel waren klar. Mit einem Etat von über 20 Mio. Euro waren die Kicker von der russischen Halbinsel Sotschi klarer Favorit. Für die SG Dynamo Dresden stellte dieser Test einen richtigen Gradmesser dar.

Das Spiel begann kurios. Und schon kamen die Torhüter wieder ins Spiel. Nach nur 4 Minuten konnte Dynamo-Keeper Axel Mittag den russischen Angreifer nur per Notbremse stoppen. Der ebenfalls aus Russland stammende Schiedsrichter fackelte nicht lange und zog sofort die Rote Karte. Wir sprechen hier immer noch von einem Freundschaftsspiel. Kai Fritz wechselte nun in den Kasten. Er sollte später noch eine wichtige Rolle spielen. Von Beginn an hielt die Zweite der SG Dynamo Dresden gut dagegen, brachte so den Spielfluss der Russen ins Stocken. Und so war es Martin Scholze welcher in der 12.Minute zur überraschenden Führung einschob. Von nun entwickelte sich ein offener Schlagabtausch.

Beide Mannschaften erarbeiteten sich Chancen. Engagement, Kampf und Siegeswille war bei Dynamos Zweiter Mannschaft zu spüren. Mit der knappen Führung gingen die Köhler-Schützlinge in die Pause. Nach der Halbzeit wechselte Tschertschessow komplett durch. Dynamo hielt weiter dagegen. Der Druck der Russen wurde von Minute zu Minute größer. Die Null hinten stand. Es war schon die 75.Minute angebrochen, als das gute Dynamo Spiel auf tragische Art-und Weise getrübt wurde. Nach einem Zusammenprall blieb Dynamo-Keeper Kai Fritz bewußtlos im Strafraum liegen. Es ist dem schnellen Eingreifen der russischen Ärzte zu verdanken, dass nichts «Schlimmeres» passiert ist. Das Spiel wurde noch zu Ende geführt. Tore fielen nicht mehr. Die ersten Diagnosen der türkischen Ärzte entspannten dann ein wenig die Situation. Etwas beruhigter machte sich die Mannschaft auf den Rückweg ins Hotel. Kai Fritz verbrachte zur Beobachtung eine Nacht im Krankenhaus von Belek. Leider hatte es dieser Tag nicht verdient, so zu enden Mit einer guten und engagierten Leistung war das ein ordentlicher Test. Jedoch war jeder Spieler und Betreuer der Schwarz-Gelben mit den Gedanken bei Kai. Nachdem guten Spiel gegen Sotschi hatten die Spieler den Abend zur freien Verfügung.

Das lockere Läufchen am letzten Trainingstag wurde kurzerhand gestrichen und das erste Training auf 11:00 Uhr gelegt. So hatten die Jungs auch einmal die Gelegenheit etwas länger zu schlafen. Das Training gestaltete sich regenerativ. Auslaufen und Dehnung. Am Ende des Trainings zeigte sich erstmals in diesem Trainingslager der Wettergott von seiner schlechten Seite. Starke Regenfälle zwangen uns zum vorzeitigen Abbruch. Danach ging es zum Mittagessen. Nach einer kurzen Mittagsruhe ging es 15:30 Uhr auf zum letzten Training in der Türkei. Das Wetter hatte sich wieder beruhigt und wir konnten in den 90min nochmal mit dem Ball arbeiten. Einer spaßigen Erwärmungsform folgten spielerische Elemente und Torschussformen Nach der Einheit war «Ausschwimmen» und Sauna angesagt. Vor den Reisestrapazen war es nochmal wichtig zu entspannen. Nach dem Abendessen gab es noch eine Mannschaftssitzung. Hier wurde nochmals das Thema Ernährung angerissen und die Quizrunde von Anfang der Woche ausgewertet.

Danach hieß es Koffer packen. Der Transfer vom Hotel zum Flughafen war für 1:30 Uhr in der Nacht angedacht. Der größte Teil der Spieler nutzen die Gelegenheit, um noch ein paar wenige Stunden zu schlafen. 3:00 Uhr konnten wir am International Airport in Antalya Einchecken. 4:50 Uhr saßen alle 19 Spieler und 3 Betreuer im Flieger Richtung Deutschland.

Alle 19 Spieler kamen mehr oder weniger unversehrt in Dresden an. Leicht angeschlagen waren Daniel Mazar (Sprunggelenk), Kai Fritz (Gesichtsverletzung) und Mirko Soltau (krank). Der verletzte Oliver Merkel konnte gute Fortschritte in der Türkei erzielen. Ein ausgiebiges Rehaprogramm und spezielle Behandlungen waren erfolgreich.

Wir waren das gesamte Trainingslager gut mit Sportnahrung ausgestattet. Die Ernährung war ja ein großes Thema in dieser Woche. Von isotonischen Getränken bis Regenerations-Drinks. Von Eiweisriegeln bis zu Energyriegeln wurde von den Spielern alles genutzt. Wir bedanken uns daher bei Sponser für die Bereitstellung der Produkte.»

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