23 Dez

E-Nummer-Quiz: Welches Produkt steckt dahinter?

Ein kleines E-Nummern-Quiz öffnet einem ganz schön die Augen, wenn es um Zusatzstoffe in Lebensmitteln geht. Oft werden E-Nummern verteufelt und als «unnatürliche» Fremdstoffe abgetan. Dass dem aber nicht so ist und E-Nummern durchaus auch in der Natur vorkommen, zeigt folgendes Quiz:

Frage: Um welches Produkt handelt es sich im Fall A, um welches im Fall B? Wo vermutet man eine Fertigsuppe, wo die Füllung einer Fertiglasagne?

A: Wasser, Zucker, Fructose, Füllstoff Cellulose (E460a), Geschmacksverstärker Glutaminsäure, Mononatriumglutamat (E620, E621), Farbstoffe Betacarotin, Capsanthin, Lycopin, Riboflavin (E160a, E160c, E160d, E101), Geliermittel Pektin (E440), Antioxidationsmittel Ascorbinsäure (E300), Säuerungsmittel Apfel- und Zitronensäure (E296, E330), natürliche Aromastoffe. Vegetabil.

B: Wasser, Zucker, Fructose, Füllstoff Cellulose (E460a), Säuerungsmittel Essig- und Weinsäure (E 334, E 260), Geliermittel Pektin (E440), Geschmacksverstärker Glutaminsäure, Mononatriumglutamat (E620, E621), Farbstoffe Betacarotin, Capsanthin, Riboflavin, Anthocyan (E160a, E160c, E101, E163), Säuerungsmittel Niacin, Zitronensäure, Succinat (E375, E330, E363), Mehlbehandlungsmittel Cystein (E920), Säuerungsmittel Ascorbinsäure (E300). Vegetabil.

Die Auflösung lautet wie folgt: Im Beispiel A handelt es sich um eine frische Tomate. In Beispiel B um einen frischen Apfel.

Dabei macht es keinen Unterschied, ob biologisch oder konventionell produziert. Diese Substanzen sind ja nicht zugesetzt, sondern eben natürliche Bestandteile. Es ist natürlich richtig, dass je nach Herstellart noch mit (innerhalb der gesetzlichen Limiten) mit Pestizid-Rückständen (konventionelle Produktion) oder Kupfersulfat-Rückständen (biologische Produktion) gerechnet werden muss. Waschen ist also sowieso angeraten.

Der «Witz» an diesem Quiz sind eigentlich gar nicht die E-Nummern selber, sondern vielmehr die Tatsache, dass diese Nummern nicht künstliche Stoffe beschreiben, sondern ein von Industrie und Behörden geschaffenes Registriersystem für in Lebensmitteln verwendete Zutaten darstellen – egal ob natürlicher oder künstlicher Herkunft. Dies erklärt, warum ganz normale Fruchtsäure wie z.B. Ascorbinsäure (Vitamin C) eines Apfels mit E 300 bezeichnet wird.

Fotos: Robert Blanken (1) und Hans-Peter Reichartz (2), Pixelio.de

4 Kommentare zu “E-Nummern: aus der Natur oder des Teufels?”

  1. Sabine Güntsche sagt

    13. Januar 2011, 10:47

    In diesem Fall sicherlich völlig unbedenklich. Trotzdem würde ich jedem empfehlen, sich einmal über Glutaminsäure (Glutaman) E 620-E 625 zu informieren. Denn in Obst und Gemüse liegt Glutaminsäure in Eiweiß gebunden vor und kann so vom Körper gut verarbeitet werden. Es ist sogar für einzelne Vorgänge sehr wichtig. Es kommt isoliert in vielen Lebensmitteln vor z.b. Tomaten, Parmesan und Soja.
    Glutamat kann jedoch auch künstlich erzeugt werden. In Japan wurde 1908 erstmals Glutamat aus einer Alge isoliert. Für die Lebensmittelindustrie bedeutet das, maximaler Geschmack mit minimalem Materialeinsatz, sprich Gewürzen.
    Zum Thema Lebensmittelzusatzstoffe hier noch ein aktueller Link:
    http://de.euronews.net/2011/01/10/chemieriese-setzt-auf-lebensmittel-zusaetze/
    Viel Spass beim recherieren.

  2. Remo sagt

    13. Januar 2011, 10:56

    Nicht ganz korrekt: Glutaminsäure kann nicht künstlich erzeugt werden. Es kann aber (auch industriell), so wie z.B. auch alle Mineralstoffe (z.B. Calcium, Magnesium, Natrium), an sogenannte Säurereste gebunden werden. Dies ergibt dann Verbindungen wie Calciumlactat, Magnesiumgluconat, oder eben Natriumglutamat. Der Ursprung ist aber immer natürlich, wie im obigen Kommentar auch erwähnt, z.B. aus Algen. Dass Natriumglutamat exzessiv als Aromaverstärker in Produkten wie z.B. Suppen eingesetzt wird, mag sein, da kenn ich mich zuwenig aus. Was mir aber klar ist, ist dass eine Pulversuppe nie dasselbe sein kann wie eine hausgemachte Gemüsesuppe. Solche Erwartungen können nicht mal mit Geschmacksverstärkern erfüllt werden.

  3. Peter Meier sagt

    26. November 2014, 16:45

    Hallo

    E-Nummer-Quiz: Welches Produkt steckt dahinter?

    Bei diesem Quiz E-Nummer (Die Auflösung lautet wie folgt: Im Beispiel A handelt es sich um eine frische Tomate. In Beispiel B um einen frischen Apfel.) ist das nicht umgekehrt A. Apfel B. Tomate ?? Der Apfel enthält doch Pektin:
    Ist ein Gutes Bsp. für Schulungen, möchte aber sicher sein.

    Freundliche Grüsse Peter

  4. Remo sagt

    27. November 2014, 08:17

    Hallo Peter,
    Nein, A ist die Tomate. Tomaten enthalten viel Pektin, welches ihnen die Festigkeit gibt. Aber richtigerweise enthält ein Apfel natürlich auch Pektin, das ging vergessen. Beide „Zutatenlisten“ sind aber weit entfernt von vollständig. Man könnte noch einige E-Nummern finden;-)
    Ich werde das Pektin beim Apfel noch ergänzen lassen.
    Gruss, dein Sponser-Team

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