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12 Okt

«Pain is temporary, glory forever»

Was für ein Tag! Schon zum zweiten Mal in Folge (nach dem 2. Rang im letzten Jahr) konnte ich hier in Huatulco/Mexiko nun aufs Podest steigen. Es war wohl eines der härtesten Rennen, das ich je bestritten habe, aber wie heisst es so schön: «pain is temporary, glory forever »! Aufgrund der starken Besetzung wäre ich mit einer Top 10 Rangierung mehr als zufrieden gewesen, aber dass es gleich wiederum auf Postest reichen würde, damit hätte ich selber nicht gerechnet.

Der Auftakt beim Schwimmen im 28 Grad warmen Meer verlief nicht nach Wunsch. Zumindest konnte ich den Rückstand mit 45“ in Grenzen halten, musste danach auf dem Rad jedoch sehr hart arbeiten, bis ich wiederum in die Spitzengruppe reinfahren konnte. Nach gut 25 km machte sich danach einen kleine Spitzengruppe auf und davon, darunter auch einige bekannte Athleten, wie ich bemerkte. Dank der technischen Passage, wo ich in den Kurven volles Risiko nahm, konnte ich mich vom Feld absetzten und nach einem Sprint den Hügel rauf als letzter gerade noch in die Gruppe reinfahren. Wir harmonierten gut, so dass wir rund 80 Sekunden auf die grosse Gruppe um Weltmeister Gomez rausfahren konnten.

Das Laufen war die reinste Hitzeschlacht! Das Thermometer zeigte wohl gegen die 35 Grad an und die Feuchtigkeit war fast unerträglich. Ich konnte mit der Spitze mitlaufen und nach 5 km ging ich sogar in Führung, immer noch begleitet aber von 3 weiteren Konkurrenten. Auch Gomez` Atem spürte ich schon im Nacken. Bei ihm versuchte ich dranzubleiben, als er vorbeilief und durch diesen Temporush konnte ich mich 2 km vor dem Ziel von den letzten Begleitern absetzen. Aber jetzt begann das grosse Leiden, keine Spur von Flügeln oder Ähnlichem! Umso glücklicher und erleichterter war ich dann, als ich als 2. einlaufen konnte!

Dank diesem Resultat werde ich nicht nur eine Menge Weltranglistenpunkte sammeln, sondern auch im Olympic Ranking einen grossen Sprung nach vorne machen. Aber nun freue ich mich vor allem auf die wohlverdiente Trainingspause. Über sämtliche weitere Dinge kann ich mir dann in vier Wochen wieder den Kopf zerbrechen. Hasta luego und sonnigheisse Grüsse aus Mexiko!

Weitere News und Infos auf: www.ruediwild.ch

Ein Kommentar zu “Silber für Ruedi Wild am Weltcup in Mexico”

  1. Regina sagt

    12. Oktober 2010, 09:44

    Lieber Ruedi
    Ganz herzliche Gratulation zu Deinem genialen 2. Rang! Hast Du Dich mit Nicola Spirig abgesprochen oder war das einfach Zufall?! .-) Wünsche Dir gute Erholung! Wann bist Du wieder in der Schweiz? Und wie geht es jetzt weiter? Stellst Du das Velo erst einmal 4 Wochen in den Keller?! LG, Regina

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