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22 Okt

Cape Pioneer Trek als gemeinsame Herausforderung

Noch bis zum 23. Oktober 2010 läuft in Südafrike ein spektakuläres Mountainbike-Rennen: Das «Cape Pioneer Trek» geht über 6 Tage, 680 Kilometer und 12 575 Höhenmeter. Unter ihnen: die Schweizer Mountainbikerin Nathalie Schneitter und die Südtiroler Gehörlosensportlerin Renate Telser. «Fahren statt hören» lautet ihr Motto. Und bis jetzt sind die beiden äusserst erfolgreich unterwegs. Rang 1 im Zwischenklassement der Frauenteams. So kann es weitergehen! 

Sie stellen sich vom 18. bis 23. Oktober einem der härtesten Mountainbike-Rennen der Welt, dem «DCM Cape Pioneer Trek» in Südafrika. 250 Zweierteams starten mit dem Ziel, die Gebirgsketten Swartberg und Outeniqua, die Halbwüste Karoo und die Küstenwälder der Garden Route Küste in Südafrika zu durchqueren. Als Team kämpfen Nathalie Schneitter und Renate Telser nicht nur gegen Wind und Wetter, sondern stossen auch an die Grenzen ihrer körperlichen Leistungsfähigkeit – und das alles ohne Worte.

Die Spitzenmountainbikerin und Weltcupsiegerin Nathalie Schneitter (aus Lommiswil SO) und die Gehörlosensportlerin Renate Telser (Südtirol/I) machen sich auf zu einer besonderen Herausforderung: Sechs Tage lang kämpfen sie als Zweierteam beim «DCM Cape Pioneer Trek» Etappenrennen am Western Cape in Südafrika um den Sieg. Gemeinsam wollen sie allen Strapazen und Hindernissen trotzen. Ihr Grösstes Handicap wird dabei die durch Renates Gehörlosigkeit bedingte eingeschränkte verbale Kommunikation sein.

Die beiden müssen einen Weg finden, um einfach, aber ohne Worte miteinander kommunizieren zu können. Renate hat durch ihre Gehörlosigkeit zudem einen beeinträchtigten Gleichgewichtssinn umso mehr sind daher die Anstrengungen ihrer Teamkollegin gefragt, um Renate im rauen Gelände Südafrikas sicher ans Ziel zu bringen. Ein echtes Abenteuer, das die zwei Frauen wagen! Unterstützt werden die beiden übrigens von Sponser Sport Food Italia.

Als Team und mit gebündelten Kräften wollen Renate und Nathalie Spitzensport und Behinderung zusammenbringen, für Integration einstehen und Mut machen.

Bereits am ersten Tag gingen die beiden Fahrerinnen vom Colnago-Team in ihrer Kategorie in Führung. Diese haben sie mittlerweile auf über eine Stunde ausgebaut. Die beiden Bikerinnen konnten auch die dritte Etappe dieses schwierigen Rennens für sich entscheiden und haben ihren Vorsprung in der Gesamtwertung auf fast eine Stunde auf die Zweitplatzierten ausgebaut. Insgesamt 55 der angetretenen Teams mussten das Rennen aufgrund der enormen Hitze und Stürze bereits aufgeben.

Colnago-Teammanager Edmund Telser berichtet, dass seine Schwester Renate  «von Tag zu Tag besser mit den technischen Abschnitten zurecht kommt, den von Nathalie vorgefahrenen Linien folgen und damit vor allem die technischen Abschnitte bedeutend besser meistern kann». Wie sie sich im Kampf um den Sieg machen, erfährt man auf der Webseite www.capepioneer.co.za

Nathalie Schneitter und Renate Telser im Videobeitrag von Christoph Salzmann:

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