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27 Okt

Antioxidantien in der Sporternährung

Hohe körperliche Belastung geht physiologisch mit akuten oder chronischen Muskelschädigungen einher. Freie Radikale können dabei die Muskelschädigung zusätzlich verstärken. Sponser-Ernährungsexpertin Yvonne Forster erklärt, was es mit den freien Radikalen auf sich hat und erläutert, welche antioxidativ wirkende Stoffe die freien Radikale in ihrer Aggressivität abschwächen können.

Freie Radikale bestehen aus einem oder zwei Atomen und sind von der Struktur her sehr reaktionsfreudig. Dadurch attackieren sie die Fettbestandteile in der Zellmembran, schädigen das Erbgut und verändern lebensnotwendige Proteine. Solche Schädigungen treten auch während dem körperlichen Training auf und führen zu vermindertem Leistungsvermögen. Wie für die Allgemeinmedizin ist auch für die Sportmedizin die Prävention einer Schädigung mit freien Radikalen von Interesse. Stoffe, welche freie Radikale in ihrer Aggressivität abschwächen können, sind Antioxidanzien. Diese Antioxidantien können zwar die Leistungsfähigkeit nicht direkt verbessern, wenn dadurch aber Muskelschädigungen verhindert werden können, profitiert der Athlet aber indirekt von der Wirkung der Antioxidantien, indem er eine kürzere Regenerationszeit hat und eine gestärkte Immunabwehr aufweist.

Um sich vor dem oxidativen Stress aus Sport und Umwelt abzuschirmen, setzt der Körper auf körpereigene Antioxidantien sowie alimentäre Antioxidantien (Substanzen aus der Nahrung):

Körpereigene Antioxidanzien Alimentäre Antioxidantien
Harnsäure
Coeruloplasmin
Ferritin
Transferrin
Laktoferrin
Katecholamine
Billirubin
u.a.
Vitamin C (Ascorbinsäure)
Vitamin E (α-Tocopherol)
β-Carotin
Selen

Folgende Antioxidantien gehen eine Verbindung mit den Radikalen ein und hemmen so die Aggressivität der Radikale. Dadurch werden sie für den Körper unschädlich:

Vitamin E
Vitamin E kommt in zahlreichen pflanzlichen fetthaltigen Lebensmitteln wie Margarinen, pflanzliche Öle sowie Nüssen vor. Vitamin E ist in fetthaltigen Lebensmitteln massgeblich dafür verantwortlich, dass das Lebensmittel nicht so schnell verdirbt. Denn je mehr Vitamin E ein pflanzliches Öl enthält, desto länger ist es haltbar. Ähnlich ist es auch mit unserem Körper. Vitamin E sorgt dafür, dass die freien Radikale nicht an der Zellmembran andocken können und dadurch unseren Körper schädigen. Aus diesem Grund wird Vitamin E auch gerne in Anti-Ageing-Produkten eingesetzt.
Bergsportler sowie Athleten, welche ihr Training unter Einfluss von Auto- und Industrieabgasen absolvieren, scheinen gemäss Studien von einer Vitamin E Supplementation zu profitieren. Denn die Atmosphäre in hohen Lagen sowie Umweltgifte, zerstört die Zellmembran der roten Blutkörperchen und vermindern den Sauerstofftransport, was sich durch eine verminderte Ausdauerleistung auswirkt.

Vitamin C
Die besten natürlichen Quellen für Vitamin C sind Obst und Gemüse. Namentlich Kohlgemüse, Peperoni, Beeren sowie Zitrusfrüchte enthalten grosse Mengen an Vitamin C. Das Vitamin C erfüllt im Körper verschiedene Aufgaben, welche für den Sportler besonders wichtig sind. So gilt Vitamin C als Enzymaktivator. Weiter hilft es beim Aufbau von Bindegewebe sowie bei der Bildung einer Reihe von Hormonen, welche vor allem in Stresssituationen (Sport) eine wichtige Rolle spielen. Bei Sportverletzungen ist Vitamin C eine wichtige Substanz bei der Ausbildung von Narben. Eine Leistungssteigerung durch eine Vitamin C Supplementierung konnte zwar bis nur bei einem Vitamin C-Mangel festgestellt werden. Dennoch sollten Sportler aufgrund des erhöhten oxidativen Stresses während dem Training auf eine ausreichende Zufuhr von 200-300 mg pro Tag achten.

Betacarotin
Betacarotin ist die Vorstufe von Vitamin A und ist als Wasserlösliches Provitamin in farbigem Gemüse enthalten. Wie Vitamin E und C hat auch Betacarotin eine antioxidative Wirkung und schützt den Körper vor Attacken mit freien Radikalen.

Selen
Selen gilt als essentielles Spurenelement und kommt in unterschiedlichen Enzymen in unserem Körper vor. Als Grenzgänger kann Selen protektive Effekte aber auch in bestimmten Verbindungen und Grössenordnungen schädigende Auswirkungen auf den Organismus haben. Selen scheint von allen Spurenelementen den stärksten Einfluss auf die Immunlage des Organismus zu haben. Bei einem Mangel ist die Infektanfälligkeit stark erhöht. Selen ist Bestandteil eines Enzyms, welches die Bildung von Sauerstoffradikalen verringert und somit die Zellmembran schützt. Ein Mangel fördert die Bildung von aggressivem Wasserstoffperoxid und Radikalen. Natürlicherweise kommt Selen in Süss- sowie Meerwasserfischen, Eigelb, Fleisch, Leber, Getreideprodukte  und Nüssen vor.

Wissenschaftler stellten in Untersuchungen fest, dass Sportler einen erhöhten Bedarf an Antioxidantien haben. In Studien zeigte sich aber, dass regelmässige sportliche Aktivität, wie bei Spitzensportlern üblich, ein Enzymsystem in Gang setzt, welches den Körper vor Radikalen schützt. Bei untrainierten Sportlern, welche nicht regelmässig Sport treiben, ist die Belastung durch Radikale somit deutlich höher. Somit profitieren in Besonderem Mass Hobby- und Breitensportler von der Einnahme von Antioxidantien. Ein regelmässiges Training sowie die Einnahme von Antioxidantien hemmen somit die Aggressivität der freien Radikale und vermindern Muskelschädigungen bedingt durch den körperlichen Stress.

Vitamin E, C und Betacarotin sind zudem Vitamine, welche sich vor allem in pflanzlichen Lebensmitteln befinden. Da der tägliche Konsum von fünf Portionen frischen Obstes und Gemüses gerade für Sportler ein energetisches Problem darstellt, und von der Allgemeinbevölkerung gemäss 4. Schweizerischen Ernährungsbericht nicht praktiziert wird, ist eine Supplementierung von Antioxidantien z.B. mit Sponser Protector Tabs ACE+ für Breiten- als auch Spitzensportler empfehlenswert.

Factsheet Sponser Protector Tabs ACE+

Fotos: Gänseblümchen (1), SpiepmannH (2), Manwalk (3) / www.pixelio.de

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