05 Aug

Ein modernes Märchen!

Es ist eine weitverbreitete Meinung, dass die Einnahme von Eiweiss und auch Calcium die Nieren belasten und deren Filterkapazität überfordern. Damit soll angeblich die Nierengesundheit gefährdet und im Fall von Calcium Nierenstein gefördert werden. Ein Irrglaube!

Die traditionellen Empfehlungen von Ärzten im Fall von Nierenkrankheiten lautet generell, die Eiweiss- und Calcium-Einnahme zu reduzieren. Das ist vielen Leuten bekannt und wird oft nicht nur für den Fall von tatsächlichen Krankheiten, sondern als generell empfehlenswert betrachtet!

Es ist aber grundsätzlich festzuhalten, dass diese Empfehlungen sich praktisch auf nichts anderes abgestützt hatten als auf die seit langer Zeit verfügbare Analysemethode von Calcium in Nierensteinen (im Gegensatz zu anderen Elementen). Die Schlussfolgerung lautete: Calcium in den Nierensteinen, ergo weniger Calcium einnehmen, dann weniger Nierensteine!

Heute ist aber klar, dass genau das Umgekehrte gilt: Eine calciumarme Diät erhöht das Risiko von Nierensteinen deutlich. Dies, weil bereits in unserem Verdauungstrakt Calcium mit ebenfalls aus der Nahrung stammendem Oxalsäure (einer organischen Säure aus Gemüse), verbunden wird. Ein an sich normaler und harmloser Prozess. Dabei werden Calcium und Oxalsäure als Kristalle miteinander verbunden und können nicht mehr aus dem Verdauungstrakt absorbiert werden, sondern werden ohne Nebenwirkungen (ausser natürlich dem Calcium-Verlust) über den Darm ausgeschieden.

Mittels einer milchprodukte- und damit calcium- und eiweissreichen Ernährung kann das Calcium die Oxalsäure auskonkurrenzieren, diese wird bereits im Darmtrakt über die Kristallbildung abgebunden und die gebildeten Calcium-Oxalat-Kristalle werden ausgeschieden. In der Konsequenz gelangt nur wenig Oxalsäure mit dem verbliebenen freien Calcium in unser System. Folglich kann auch keine Kristallbildung mehr im Nierenstoffwechsel stattfinden, da zur Nierensteinbildung notwendige Oxalsäurekonzentration nicht mehr erreicht wird.

Bezüglich Nahrungseiweiss ist richtig, dass eine Eiweissreduktion bei chronischen Nierenkrankheiten die Nierenfiltrationsrate vermindert, also die Nierenarbeit reduziert – zumindest kurzfristig! Nur während den ersten 4 Monaten einer eiweissreduzierten Ernährung (0.58 vs 1.3 g Protein/kg Körpergewicht) konnte nämlich eine Nierenentlastung festgestellt werden (p=0.004). Verglich man Zeitpunkt 0 und nach 36 Monaten, so war kein Unterschied mehr festzustellen! In diesen Zusammenhang passt, dass selbst bei chronischer Niereninsuffizienz eine tägliche Eiweisseinnahme von 0.8 g/kg Körpergewicht empfohlen wird.

Dies ist – Überraschung! – exakt dieselbe und ganz normale Eiweissempfehlung, welche auch Ernährungsgesellschaften für gesunde Leute geben. Überträgt man dies auf Lebensmittel, dann kommt man auf die üblichen Empfehlungen von 3-5 mal Fleisch oder Fisch pro Woche sowie einem täglichen Milchprodukte-Konsum, welche auch für gesunde Leute gelten. Sicherlich sind für gesunde Sportler – und auch aus einer Jäger-Sammler-Diät orientierten Sicht – höhere tägliche Eiweisseinnahmen von bis zu 2 g/kg Körpergewicht angemessener.

Aber dies beinhaltet auch höhere körperliche Aktivität, höheren Flüssigkeitskonsum und eine hohe Einnahme von Gemüse und Früchten als hauptsächliche Kohlenhydratquellen. Betrachtet man weiter moderne Proteinsupplemente wie z.B. Proteinshakes, ist auch zu berücksichtigen, dass selbst 3-4 solche Shakes normalerweise nicht mehr als 60-100 g Eiweiss liefern – bei einem Trinkvolumen von ca. 700-1200 ml.

Eine solche Flüssigkeitsmenge mit hoch-sättigendem Eiweiss wirkt natürlich selbstlimitierend auf die Einnahmemenge. Auch entspricht dies erst ca. 1.0-1.5 g Eiweiss pro kg Körpergewicht. Zuletzt gelten Langzeit-Eiweisseinnahmen von bis zu 3-4 g/kg Körpergewicht als sicher und jenseits gesundheitlicher Bedenken für gesunde Leute.

Schlussfolgernd lässt sich sagen, dass eine vernünftigerweise überhaupt zu erreichende Eiweisseinnahme auch bei Verwendung von Proteinshakes absolut sicher ist und gesundheitliche Bedenken getrost als moderne Legenden ad acta gelegt werden können.

Fotos: Swissmilk (1+4), Ute Kawik (2), Klaus Steves (3) / www.pixelio.de

Einen Kommentar schreiben

Krämpfe ade!

Muscle-Relax-Sponser Das innovative Produkt Muscle Relax von Sponser hemmt und reduziert unkontrollierte Muskelkontraktionen und kann akut oder präventiv eingenommen werden.

Gesunder Snack



Whey Protein Chips sind ideal für gesundheitsbewusste Chips-Liebhaber: 48% Protein, low carb und fettarm. Im Vergleich zu handelsüblichen Chips enthalten die Whey Protein Chips 8 x mehr Eiweiss, rund 35% weniger Fett und 65% weniger Kohlenhydrate.

Facebook

Power Gums Cola

Die beliebten Power Gums gibt es nicht nur im bekannten Fruchtmix-Geschmack, sondern neu auch in einer koffeinfreien Variante mit Cola.