22 Jul

Ruedi Wild vom Pech verfolgt

Nach meinem guten Abschneiden an der Triathlon-EM reiste ich zuversichtlich an den Weltcup nach Holland. Meinen ersten Formhöhepunkt der Saison hatte ich für diesen Monat Juli geplant und entsprechend fit fühlte ich mich auch. Zumindest was die Trainingswerte anging, war ich bisher in der Vergangenheit noch nie so schnell unterwegs gewesen, was doch einiges zu hoffen liess. Die Hitze in Holland und der leicht coupierte Radparcours versprachen ein selektives Rennen, genau wie ich das am liebsten habe.

Nach der ziemlich langen und mühsamen Reise über Amsterdam und von dort rund zwei Stunden mit einem unklimatisierten Transporterbus nach Holten waren wir zwar müde, aber zumindest gerade ans feuchtheisse Klima angepasst. Am Vorwettkampftag stand dann neben dem Erholen wie üblich das Besichtigen der Wettkampfstrecke an, wo ich wiederum den obligaten platten Collé bzw. Schlauchreifen einzog, den ich dann spätabends noch neu kleben musste. Aber besser am Vortag als am Wettkampftag selber!

Der Start ins Rennen lief wie gewünscht, ich konnte mich in den vordersten Schwimmpositionen behaupten, als es nach rund 400 m auf die erste Boje bzw. den ersten Richtungswechsel zuging. Da beginnen dann jeweils die Rempeleien, wenn 70 Athleten innerhalb von rund 10 Sekunden die Boje umschwimmen wollen. Ich spürte einen Fusstritt vom Brustbeinschlag eines Konkurrenten in meinem Gesicht und ehe ich wieder zu Atem kam, merkte ich, wie die Zähne schief in meinem Mund standen. Im ersten Moment war das mehr ein Gefühl von Schock, bevor dann auch die Schmerzen einsetzten.

Unglaublich, aber vor rund 15 Jahren hatte ich bereits die zwei selben Zähne bei einem Spielunfall beinahe verloren, bevor sie dank mehrjähriger Zahnarztbesuche, Wurzelbehandlung und Zahnspange doch noch gerettet werden konnten.

Ich gab das Rennen auf und suchte baldmöglichst einen Zahnarzt auf, der auf der Röntgenaufnahme nur noch den Bruch der beiden Zähne im Bereich des Kieferknochens feststellen konnte, weshalb sie auch noch immer in meinem Mund steckten. Kurzfristig konnte ich noch den Abendflug nach Zürich erreichen, aber für diese beiden Zähne soll gemäss Notzahnarzt definitiv keine Hoffnung mehr bestehen. Abklärungen in den nächsten Tagen werden nun zeigen, wie es sportlich weiter geht.

Sicherlich werde ich den nächsten grossen Wettkampf in London nicht bestreiten können. Zurzeit bin ich überhaupt froh, wenn ich etwas Flüssignahrung zu mir nehmen kann. Und an Training wird die nächsten Tage (ich hoffe nicht sogar Wochen) nicht zu denken sein, da ich jede noch so geringe Erschütterung im Zahnbereich stark spüre und ein erhöhter Puls die offene Wunde sofort wieder zu starken Blutungen veranlasst.

Ich hoffe sehr, dass ich zumindest in einem Monat an der Heim-WM in Lausanne wieder einigermassen konkurrenz- und einsatzfähig sein werde.

2 Kommentare zu “Aus! Wegen Fusstritt ins Gesicht”

  1. Remo sagt

    22. Juli 2010, 08:28

    Gute Besserung, Ruedi. Sehr schade durch solche Unfälle zurückgeworfen zu werden.

  2. festo pneumatics sagt

    4. Januar 2011, 19:07

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