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Wie steht man ein 24-h-Bike-Rennen ohne Magenprobleme durch? Sponser-Sportler Philipp Mader verrät uns seinen Verpflegungs- und Material-Plan vom 24-h Rad am Ring.
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10 Jun

«Slowly but steady!» – Durchkommen ist das Ziel

Langsam aber sicher gilt es ernst mit dem 100-km-Lauf von Biel. Nebst einer guten Vorbereitung spielt sicherlich auch die Kleidung und die Verpflegung eine wichtige Rolle bei so einem langen Lauf. Deshalb werde ich mich in diesem Beitrag mal ein wenig tiefer damit befassen.

Kleidung: Hier ist sicherlich zuerst die Frage zu stellen, regnet es oder regnet es nicht (Infos dazu unter www.99km.ch). Danach stellt sich auch die Frage, ob man irgendwo einen Betreuer oder gar einen Fahrradbegleiter hat. Sollte man eine Begleitperson haben, empfehle ich allen, genügend warme Kleidung mitzunehmen, da es auch in einer klaren Nacht seeehr kalt werden kann. Ich hatte in der Vergangenheit selbst einmal zu wenig Kleidung an und hatte nach 56 km prompt Nierenschmerzen. Auch Handschuhe oder gar eine Kappe sind teilweise nicht verkehrt. Weiter ist ein wichtiger Faktor die Stirnlampe, da der Lauf oft durch dunkle Wälder führt. Wenn man das Glück eines Fahrradbegleiters hat, empfehle ich, dass das Fahrrad 2 Lampen angebracht hat. Eine für das Fahrrad und eine, um dem Läufer den Weg zu leuchten.

Essen: Hier mache ich es meist so, dass ich eine Magnesiumkur gegen die Krämpfe mache. Zusätzlich fange ich ein paar Tage oder Wochen vorher damit an, die Getränke, welche am Lauf verteilt werden, regelmässig zu trinken. Dies ist insofern wichtig, da der Körper auf isotonische und hydrotonische Getränke ein wenig komisch reagieren kann. Seit ein paar Tagen habe ich auch angefangen, sehr kohlenhydratreiche Mahlzeiten zu mir zu nehmen. Deshalb stehen Spaghetti auf meinem täglichen Menüplan…(*würg*)

Begleitung: Hier gibt es zwei Möglichkeiten. Einerseits mit dem Auto an diversen Eckpunkten der Strecke oder mit dem Fahrrad ab Kilometer 23 in Lyss. Ich selber habe die Fahrradbegleitung immer sehr genossen, da ich zu jedem Zeitpunkt alles bei mir hatte. Daher empfehle ich, dass die Fahrradbegleitung immer eine Notration von allem mitnimmt. Das heisst: Eine Banane, Energieriegel, Getränk, Massagegel, Batterien für Lampe, Verbandsmaterial, Kleidung, MP3, Karte, Fahrradflickzeug, Decke zum Warmhalten bei Stopps. Das gleiche gilt natürlich auch für die Begleiter mit dem Auto. Hier empfehle ich jedoch noch eine Kanne Kaffee und Bouillon, da eine Nacht doch sehr lang werden kann.

Kleiner Tipp an alle, welche eine Fahrzeug und Fahrradbegleitung haben. Schaut ruhig den Start und begebt euch danach nach Lyss. Ihr habt genug Zeit und könnt den Start miterleben. Ansonsten wünsche ich schon allen Teilnehmern viel Spass bei der Nacht der Nächte und denkt daran: «Slowly but steady!» Durchkommen ist das Ziel, deshalb nur nicht zu schnell!

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