06 Jun

Vorbereitung ist alles, auch bei 100 km

Das Gefühl des Zieleinlaufs am Bieler 100-km-Lauf ist ein unbeschreibliches Gefühl. Doch der Weg dahin ist oft steinig und schwer. Aber alles der Reihe nach…

Wie in jedem Sport geht auch beim Bieler 100-km-Lauf nichts über eine gute Vorbereitung. Ich habe mir deshalb im letzten Oktober ein Fitnessabonnement gekauft und mich zum ersten Mal im Fitnessraum vorbereitet. Dazu ist zu sagen, ich hasse den Fitnessraum! Man schwitzt kaum, der Puls ist mehr oder weniger normal, und am Ende schmerzen alle trainierten Muskeln. Und trotzdem kann bereits hier der 100er entschieden werden, denn nur gut trainierte Muskeln können so einer Belastung standhalten.

Nebst dem Fitnessraum ist es jedoch auch wichtig, dass man regelmässig läuft. Laufen im Winter bedeutet aber meistens Kälte, Schnee und viel Dunkelheit, was einen guten Mix aus verschiedenen Ausreden ist. Wenn man jedoch ehrlich ist, gibt es eigentlich keine Ausreden. Gegen die Kälte gibt es funktionelle Kleidung, gegen Schnee kann man sich geeignete Routen aussuchen und gegen die Dunkelheit gibt es Stirnlampen oder beleuchtete Strassen. Und gerade diese Kombination hat zu meinen schönsten Lauferlebnissen im Winter geführt.

Dass dieser Winter ein sehr langer und feuchter Winter war, half bei meinem Training sicherlich nicht sehr. Jedoch zeigt sich hier der Unterschied zwischen einem Hobbyläufer und einem Langstreckenläufer. Der Hobbyläufer würde bei Regen und Schnee vielleicht kneifen und nicht raus gehen, während der Langstreckenläufer weiss: «Wenn ich heute nicht gehe, wird es am eigentlichen Lauf nur schwieriger».

Das tönt jetzt alles sehr anstrengend und Zeitaufreibend, doch wenn ich die Zeit zusammen rechne, komme ich etwa auf 2,5-3 Stunden Training pro Woche. Das heisst, 2 mal eine Stunde und einmal eine halbe Stunde Training pro Woche. Dieser Aufwand sollte reichen, um den Lauf bewältigen zu können und ist eigentlich für jedermann machbar!

Bei einer Vorbereitung gibt es noch viele weitere Hürden. Der Job, das Privatleben, Freunde, usw. Schafft man es jedoch, diese verschiedenen Hürden zu bewältigen, so ist ein Bieler 100-km-Lauf eigentlich für jeden halbwegs trainierten Hobbyläufer machbar.

Ich kann deshalb allen Läufern nur empfehlen, habt den Mut und macht diesen Lauf!

Fotos: S. Hofschläger (1)/Pixelio.de und Andreas Ruefer.

7 Kommentare zu “Die Vorbereitung ist die grössere Hürde als der 100-km-Lauf selbst”

  1. Andre Weinand sagt

    7. Juni 2010, 13:01

    Dann wünsche ich Dir viel erfolg in Biel..
    Wenn du im Training nicht länger als eine Stunde am Stück gelaufen bust, wirst du es bestimmt nicht leicht haben!

    Gruß

  2. Andreas sagt

    7. Juni 2010, 14:08

    Danke für die Wünsche.
    Ich denke es kommt immer auch ein wenig drauf an, was für Ziele man sich setzt. Mein Ziel war und ist es, einfach durch zu kommen. Vor 2 Jahren hat dies mit diesem Zeitaufwand eigentlich erstaunlich gut geklappt. Zusätzlich erachte ich den mentalen Aspekt als fst grössere Herausforderung als der pysische. Wie auch immer, ich freue mich schon auf die Gänsehautstimmung :-)

    Grüsse

  3. Carsten A. sagt

    10. Juni 2010, 19:04

    .. es verwundert mich schon en wenig wenn du schreibst:

    „2,5-3 Stunden Training pro Woche. Das heißt, 2 mal eine Stunde und einmal eine halbe Stunde Training pro Woche. Dieser Aufwand sollte reichen, um den Lauf bewältigen zu können und ist eigentlich für jedermann machbar!“

    Denn das mag ja für dich zugetroffen haben, doch zu behaupten das jeder Hobbyläufer den Bieler 100er (wir reden von der 100 km Distanz) mit diesem Training zu machen ist.

    er 100 km laufen will wird mit einem solchen Aufwand, Training mag ich es nicht nennen, allergrößte Problem bei einem 100 km Lauf bekommen. Denn 100 km werden immer mit den Beinen geholfen.

    Niemand der ernsthaft einen 100 km Lauf absolvieren will kann mit einem solchen minimalen Aufwand das Ziel des Bieler 100 km Laufes im Laufschritt erreichen.

    P.S: ich weiß wovon ich rede, 1995 war ich in Biel nach 9:41 Stunden laufen im Ziel

    Grüße

  4. Andreas sagt

    12. Juni 2010, 23:51

    Hallo Carsten.

    Ich mache und begleite nun seit fast 15 Jahren diverse 100er Läufe. Man muss hier jedoch unterscheiden zwischen einem ambitionierten Läufer wie du einer zu sein scheinst, oder jemandem der einfach gerne Läuft oder wandert.

    Will man den Bieler 100er in 10 Stunden beenden, reicht der Aufwand (Training ist für dich sicherlich erst ab 10 Stunden die Woche ;-)…) sicher nicht.

    Ich wollte in diesem Beitrag auch nur aufzeigen, dass ein 100er auch zu bewältigen ist, wenn man kein „Super“ Läufer wie du ist, sondern einfach ein ganz normaler „Spinner“, der sich das Ziel des 100er setzen möchte.

    Auch mir ist bewusst, dass je mehr ich trainiere, die Zeit besser wird und die schmerzen weniger. Nur: Ist eine Zeit um 15oder 16 Stunden weniger Wert als deine mit 9:41?

    Oder ich möchte es mal anders formulieren: Ist einmal eine Zeit mit 9:41 mehr wert, als 10-15 mal Jahr für Jahr hintereinander eine Zeit um die 15 Stunden? Ich glaube weder noch, denn für die Meisten ist nicht die Zeit wichtig, sondern das Erlebnis und das Durchkommen.

    Dein Kommentar erinnert mich ein wenig an die neuen Olympischen Spiele, in der „Exoten“ nicht mehr erlaubt sind, da sie ja eh nicht gewinnen und nicht mit der Spitze mithalten können.

    Grüsse

  5. Carsten A. sagt

    15. Juni 2010, 11:34

    … du scheinst nicht verstanden zu haben was ich meinte:
    Niemand kann ernsthaft einen 100 km Lauf laufend absolvieren, wenn er 2,5-3 Stunden die Woche trainiert. Das reicht doch gerade um einen Marathon halbwegs zu bewältigen.
    Und dann sagst du das jeder Hobbyläufer mit diesem „Training“ die 100 km bewältigen kann.
    Ich finde dass du deine Aussage nicht verallgemeiner darfst. Du hast es damit geschafft. Das ist eine großartige Leistung, besonders mit DEINEM minimalen Aufwand. Doch es ist bestimmt nicht nachahmenswert…

    Ich habe nicht geschrieben das dein Leistung weniger Wert ist. Ich habe auch nicht gesagt, das „Exoten“ nicht teilnehmen sollen. Ich habe gar nichts dergleichen geschrieben.
    Dies hast du mir in den Mund gelegt.

    Ich habe lediglich geschrieben das den Aufwand den du betreibst, keine wirkliche Vorbereitung ist um einen 100 km Lauf LAUFEND zu bewältigen, ohne das die Aktiven daran Schaden nehmen. Denn eine Dauerbelastung wie ein 100 km Lauf, bedarf sicherlich einiger langer Läufe, die dann erheblich länger sein müssen als deine beschriebene 1 h.

  6. Remo sagt

    15. Juni 2010, 11:51

    Hallo Jungs, habe die Kommentare gelesen. Wie ich daraus sehe zwei komplett unterschiedlich Ansätze. Wie ist es denn beim diesjährigen Bieler nun gelaufen? Selber würde ich mir das nie antun – mir reichte der auferlegte 100er (eigentlich 102 km;-) in der Swiss Army;-) Wir schafften zwar die ersten 57 km im Tenü leicht auch joggend, doch die Zwangspause brach unseren Schwung und danach ging es abwechselnd marschierend/joggend weiter. Für den zweitletzten km benötigten wir dann aufgrund Grippeproblemen und einer mentalen Krise eines einzelnen eine geschlagene Extrastunde! Es waren dann irgendwo im Bereich 15 h…
    Respekt vor euren „Grenzerfahrungen“ – je nach dem aus wessen Optik, muss man wohl anfügen. Weiterhin viel Spass beim Laufen, Remo

  7. Andreas sagt

    15. Juni 2010, 12:50

    Danke Remo für die Richtigstellung. Ich denke, die Erwartungen von mir und Carsten sind einfach unterschiedlich. Respektive ist für mich die Ankunft das Ziel, während Carsten offensichtlich höhere Ziele hat oder hatte.

    Es geht mir einfach um folgendes. Die meisten Leute können sich nie und nimmer vorstellen, einen 100Km Lauf zu absolvieren. Dies ist jedoch nicht ein Ding der Unmöglichkeit, sondern eine Frage des wollens. Selbstverständlich verbessert sich die Zeit mit mehr Aufwand zusehenst, aber schlussendlich ist nicht die Zeit wichtig, sondern das Durchkommen. Und wenn man den 100er marschiert ist das mit 15-16 Stunden durchaus möglich.

    Wie auch immer, auch dieses Jahr hat es für meine Leute (ich konnte aufgrund eines Miniskusrisses nicht starten) wieder geklappt. Deshalb bin ich sehr stolz auf diese Leute!

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