08 Mai

«Irgendwie kam es anders als gedacht!»

David Karl wollte den Rhein Energie Bonn Marathon bloss als lange, harte Trainingseinheit sehen, da er nach einer Blutvergiftung nicht so viel trainieren konnte, wie geplant. Eigentlich fehlten ihm viele Kilometer für einen guten und hoffnungsvollen Lauf. Doch irgendwie kam es an diesem Sonntag dann doch anders als gedacht und naja, hier nun sein kleiner Rennbericht: 

Am Abend vor dem Start des Rhein Energie Bonn Marathons hatte sich noch ein kenianischer Topläufer nachgemeldet – wahrscheinlich wegen der Geld- und Zeitprämie. Seine Bestzeit lag bei 2:20, und wollte diese auch so laufen, wie er mir vor dem Start erzählte. Naja, auf jeden Fall ging er auch sehr schnell an und wir passierten Km 1 bei 3:10, was für mich viel, viel zu schnell war und so nahm ich das Tempo sofort raus und bemerkte dann nach weiteren 2 km, dass ich heute wahrscheinlich komplett auf mich alleine gestellt sein werde.

Von nun an kämpfte ich also gegen den immer stärker werdenden böigen Wind am Rheinufer und die immer steigenderen Temperaturen an diesem ersten sommerlichen Tag. Als einzigster Begleiter blieb mir nur noch ein Radfahrer, der vom Veranstalter gestellt war und der die ersten drei Frauen und Männer jeweils begleiten sollten. So passierten wir km 10 bei 34:14min und km 21,1 bei 1:13:15 Std., was mich zu diesem Zeitpunkt auf der einen Seite schon sehr erfreulich stimmte, doch auf der anderen Seite auch nachdenklich machte. Denn eigentlich war ich für meine Trainingsverhältnisse viel zu schnell unterwegs.

Naja, auf der zweiten Halbmarathonrunde wurden dann die Beine wie befürchtet immer schwerer und schwerer und ab km 33 war ich eigentlich schon richtig fertig und wollte nur noch den zweiten Gesamtplatz und mich selbst heil ins Ziel retten. Bei km 36 passierten wir dann einen Wendepunkt auf einer sehr breiten Strasse und da meinte mein Radbegleiter zu mir, dass wir dem Kenianer und den Führungsfahrer irgendwie näher gekommen wären, was ich aber nur am Rande wahrnahm.

Doch dann, bei km 38 registrierte auch ich, dass wir wirklich näher kommen würden und so versuchte ich, nochmal alles aus meinem Körper rauszuholen.

Als wir bei km 40 nach einer langen Geraden dann um drei Kurven herum wieder auf eine längere Gerade einbogen, bemerkte auch ich, dass wir wirklich immer näher kommen würden und ich glaubte nun wirklich an das eigentlich nicht mehr für möglich Gehaltene und lief, was die Beine hergaben. Bei km 41 tauchte er dann ganz knapp vor mir auf und ich rannte einfach rechts an ihm vorbei, schaute mich nicht mehr und versuchte, einfach Vollgas zu geben, was mir auch mit 3:25min/km für die letzten 3 km ganz gut gelungen ist.

Die Zuschauer waren nun aufgrund meines Überholens natürlich völlig aus dem Häuschen und peitschten mich durch die Bonner Altstadt und die Fussgängerzone in Richtung Ziel auf dem Marktplatz, das ich dann unter dem Jubel von Tausenden Menschen auf den Tribünen und an der Strecke schliesslich erspähte. Ich bog auf den langen roten Teppich ein und passierte das Zielbanner unter dem Jubel und riesigem Konfettiregen in 2:28:42 Std als Gesamtsieger unter den 2000 Startern!

Echt unglaublich, mein 1. Sieg bei eine grossen Stadtmarathon! Ich muss sagen, ich kann es bis heute noch nicht so richtig fassenm was mir da am Sonntag in Bonn gelungen ist, aber das merkt ihr bestimmt auch an meinen emotionalen Schilderungen.

Naja, auf jeden Fall bekam ich dann bei der Siegerehrung als Belohnung ein riesiges, volles 3 l Erdinger Alkoholfrei-Glas und die berühmte Bonner Beethovenbüste in Gold vom Bonner Bürgermeister überreicht, neben einem kleinen Kuvert der Sparkasse Köln/Bonn.

Ein wirklich bewegender und unvergesslicher Moment für mich in meiner bisherigen sportlichen Laufbahn! Diese Stunden an dem Sonntag werde ich so schnell nicht vergessen, denn habe die Bilder noch so im Kopf, wie wenn es erst vor einigen Minuten passiert wäre.

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