27 Apr

10 cm gaben den Ausschlag für den Sieg

Nach dem Gewinn des WM-Titels 2009 stellte sich die Frage: Welche Ziele bleiben dem erst 23-jährigen Nino Schurter noch? Schliesslich hat er schon fast alles gewonnen, was man als Biker gewinnen kann. Seine Antwort: «Fernziel Olympia 2012 und das Verteidigen des Weltmeistertitels. Ausserdem habe ich noch nie ein Weltcup-Rennen gewonnen. Das möchte ich 2010 schaffen.»

Gesagt, getan! Schon bei der ersten Möglichkeit kann der Weltmeister ein weiteres Karriereziel abhacken.

Dalby Forest im Englischen Yorkshire ist neu im Weltcup-Zirkus der Biker. Mitten im Wald, wo sich vor langer Zeit Robin Hood herumgetrieben hat, stellten die Organisatoren eine beeindruckende Natur-Sportarena auf. Die Strecke wurde eigens für den Weltcup gebaut. Ein erstklassiger Spielplatz für Mountainbiker. Trotz der langen Anreise hatte es auch beeindruckend viele enthusiastische Zuschauer. Ein absolut gelungener Weltcup-Auftakt.

Im Rennen zeichnete sich ein an Spannung kaum zu überbietender Kampf der Champions ab. Bis weit nach der Hälfte des Rennens blieb eine grössere Gruppe von neun Fahrern zusammen. Florian Vogel musste erst sein Starthandicap (schlechte Startposition) wettmachen und schloss vorübergehend zu dieser Spitzengruppe auf. «Ich erwischte nicht den besten Tag und war von Beginn weg am Limit», meinte Flo zu seinem Rennen. Er konnte zwar die Gruppe nicht halten, rettet jedoch einen soliden 12. Rang ins Trockene.

An der Spitze gab es ein erbittertes Ausscheidungsrennen. Der Attacke von U23-Weltmeister Burry Stander (RSA) konnte nur noch Olympiasieger Absalon und Weltmeister Schurter parieren. Die Meister waren also unter sich. In der letzten Runde kam dann der zu erwartende Angriff von Julien Absalon. Hier hatte Nino allergrösste Mühe das Rad zu halten. Im Gegensatz zu Stander kam Nino jedoch durch die vielen technischen Passagen immer wieder ran. Eine Neuauflage des WM-Finale von Canberra bahnte sich an.

Nino ist Taktisch ein sehr schlaues Rennen gefahren. Immer in richtiger Position, jedoch ohne sich mit Attacken zu exponieren. Im Gegensatz zur WM in Canberra bog Absalon als erster auf die lang Zielgerade. Es schien, als ob der Olympiasieger seine Revanche für den verlorenen WM-Titel wahrmachen könnte, bis Nino im allerletzten Moment aus dem Windschatten kam und den Sprint um 10 cm für sich entschied. Noch nie in der 20-jährigen Geschichte des Weltcups gab es eine so knappe Entscheidung! Es war der Sprint der Champions der in die MTB-Geschichte eingehen wird!

Dieser Ausgang zu Gunsten Schurters ist mehr als nur ein Weltcup-Sieg. Er ist die Bestätigung seines WM-Titels. Niemand zweifelt nunmehr an der Wachtablösung des langjährigen Dominators Absalon. Diese war nach dem Rennen sichtlich enttäuscht. Auch er weiss, dass er mehr als nur einen Sprint verloren hat.

Scott Swisspower Team-Fahrer Patrik Gallati hat sich ebenfalls gut geschlagen. Aus Position 103 startend konnte er sich durchs Rang um Rang nach vorne arbeiten und erreichte das Ziel als 47. In der U23-Wertung ist dies der gute 7. Rang. Schon nächstes Wochenende geht es weiter mit dem Weltcup-Klassiker in Hoffalize, Belgien.

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